Wappen

Die Herkunft des Namens
 

 “NUBER”

Ein Zeichen für die Seltenheit des Namens ist, dass man bei vielen Nubern der Auffassung begegnet, ihre Familie sei die einzige dieses Namens. Man hat ihn zwar auch einmal in der Zeitung gelesen oder anderweitig gehört und ist hocherfreut, einmal eine "andere Linie" zu treffen

Das Älteste Auftreten des Namens im Jahre 1251 fällt nach Saulgau in Oberschwaben. Es sind wohl Vater und Sohn, die beide Ulrich hiessen. Wahrscheinlich waren sie Handwerker mit Grundbesitz. Nun wird Saulgau etwa um 1246 Stadt. Die Stadtbürger aber kamen meist vom Land, Bauernsöhne, denen das schwäbische Ahnenrecht keinen Hof beschert hatte. Zwischen 1300 und 1674 nun konnte der Name in dem Saulgauer /Ertinger Gebiet bisher nicht nachgewiesen werden! Wenn der Name also in Saulgau nicht als Einzelfall entstand, müssen Ulrichs Vorfahren und Sippschaft da suchen ,wo Bauern dieses Namens sesshaft waren. Das dürfte wohl Oberschwaben selbst sein.

Jedenfalls weist das Älteste Vorkommen des Namens Nuber innerhalb des schwäbischen Sprachgebiets eindeutig auf Oberschwaben hin .Betrachten wir die Vorkommen des Namens Nuber zunächst von heute bis hin zum Beginn der Kirchenbuchführung. Mit deren Hilfe können wir Familien lückenlos verfolgen. Infolge der Zerstörung des 30.jähr. Kriegs sind sie oft erst von dessen Ende ab erhalten. Ihr Beginn wäre etwa um 1560 anzusetzen. In den Städten meist früher als auf dem Lande.

Die Nuber des 18.-20.Jahrhunderts können wir bei dieser Untersuchung unberücksichtigt lassen. Sie werden mit Geduld und Umsicht überwiegend an einen der erwähnten älteren Stämme anschliessen lassen.

16.Jahrhundert :

Unterland : Für die Abstammung des Schorndorfer Stammes gibt es keine Anhaltspunkte. Eine 2. in Schorndorf erscheinende Familie ist ein Ast der Ulmer Nuber. Maichingen I stammt aus dem Donauraum südlich von Ingolstadt Maichingen II vermutlich auch. Die Nuber in Rülzheim stammen aus Bayern. Gemeint ist wohl Oberbayern oder Niederbayern. Damit weisst die Herkunft der Mehrzahl dieser Stämme auf den Donauraum,jedenfalls nach Süden ,Südosten.

Die Wiege stand im Allgäu

Seit wann ? Sicher vor 1308,wahrscheinlich 1251,wohl seit es Sitte wurde, Bei - oder Familiennamen zu führen vermutlich seit Menschen diesen Raum besiedelten die Schwäbisch sprechen. Im 16.Jhd erscheint das Ahnennest mit Ober Jessingen , Tailfingen, Gueltstein, Nufringen und Maichingen mit dem Zentrum Herrenberg das bereits im 14. und 15. Jahrhundert seine Söhne und Töchter an die Städte des Neckartals, des altwürtembergischen  Gebietes abgegeben hatte.
Die unmittelbare Verbindung der Räume Allgäu und Herrenberg faehrt durch das Lauchertal, das verkehrsmäßig früher eine wesentlich wichtigere Rolle spielte als heute. Die Burgen erbauten die Grafen von Veringen. Sie hatten bereits 1069 das Kloster von Isny gegründet. Dies war die erste Verbindung zum oberen Argental. Der Argengau selbst war in der Heerstadt Tettnang aufgegangen, die den Grafen von Montfort unterstand. Diese nun waren eines Stammes mit den Pfalzgrafen von Tübingen, denen der Raum um Herrenberg, ihre Gruendung, gehoerte. Genau in dieses Gebiet fuehrt der Weg durch das nördl. Laucherttal und seine Fortsetzung. Waere es daher ausgeschlossen dass die Grafen von Tuebingen von ihren Montforter Vettern Siedler erhielten oder Bürger fuer Herrenberg ? Wenn bereits 1251 in Saulgau bei Ertingen ein Nuber erschient, warum nicht Anfang des 14.Jhdt. in oder um Herrenberg ?

Gab es einen einzigen Stammvater Nuber ?

Er wird urkundlich einwandfrei nie nachzuweisen sein, so wenig wie bei vielen bes. adligen Familien, die ihre Abkunft aus so früher Zeit zu beweisen suchen. Versuchen wir jedoch eine freilich recht gewagte Rechnung: Die Nuber sind um 1947 gut gerechnet etwa 100 Herdstellen mit etwa 400 Köpfen stark, das Ausland eingerechnet. Sie alle stammen von etwa einem Dutzend Stammvätern ab, die um 1600 herum gelebt haben. Übertragen wir dieses Anwachsen und Schwinden im Verlauf von 350 Jahren auf die Zeit vor 1600 und berücksichtigen wir, dass der medizinische, wirtschaftl., und soz. Fortschritt des 19.Jhdts die Bevölkerung besonders zunehmen liessen, dann kommen wir ums Jahr 1250 auf höchstens 6 Nuber. Dies könnte fuer einen gemeinsamen Vorfahren sprechen der um 1200 gelebt hat. Nach seiner Einbürgerung koennte der Name dann von mehreren Gliedern der Sippe geführt worden sein. Entscheidend ist dass er nicht an zahlreichen Orten entstand sondern in verhältnismässig begrenztem Raum!

Nun ist noch sagen dass das Wort "nuber" ein altes schwäbisches Eigenschaftswort ist was soviel wie "regsam, munter, wach" bedeutet. Bei uns ist dieses Wort seit Anfang des 19.Jahrhunderts in Vergessenheit geraten. Aber anderswo kennt man auch heute noch die Bedeutung dieses Wortes , nämlich im "Banat" wo auch heute noch Schwaben wohnen. Dieses Wort scheint auf das altschwäbische Sprachgebiet beschränkt zu sein.

Im Oberschwaben treffen wir durchweg auf die Schreibweise "Nu (oe) ber" während im nördl. Württemberg wo der Name etwa 100 Jahre später erstmals auftritt, von Anfang an
 "Nu(oe) f (f) er" geschrieben wird. Die Schreibweise wurde zäh beibehalten, auch wo ein Nuber in das Gebiet der Nufer kam und umgekehrt,s o z.B. in Maichingen, wo nach dem 30 jähr. Krieg Nuber in das Nufergebiet umsiedelten. Der Unterschied der Schreibweise nördl. bzw. suedl. der Alb, der auch an anderen Worten festzustellen ist, muss sich vom 13. bis etwa zu Beginn des 15.Jhdt. herausgebildet haben

Der Name erscheint nun noch in verschiedenen Schreibweisen, wobei die die Zugehörigkeit teils sicher teils umstritten ist. Sicher dazu gehören Nubers, Nubert, Nubler, Nuoba. Nicht dazugehören Namen wie zum Beispiel Nueffer oder Neiffer die eine ganz andere Bedeutung haben. Ich moechte mich hier auf die Nuber , Nufer beschränken.

Vorkommen und Verbreitung (die hier genannten Einträge sind grösstenteils aus Stadt Archiven entnommen)

13.Jahrhundert :Â

1251 Die Äbtissin von Buchau urkundet, dass der Ritter Steinmar von Siessen Eigentum des Bodens, welchen die Schwestern von Saulgau bewohnen um seines Seelenheils willen dem Convent übergeben hat.

...Acta sunt haec in Suligen a.d. 1251 praesentibus fratre Wilhelmo et fratre Diemo laico ordinis Praedicatorum, sacerdodote eiusdem loci, Alberto de Sulgen qui dicitur Comes cum filio suo Ulrico, Bertholdo qui dicitur Berschi, Ulrico qui dicitur Nuber et filio suo... (WUB IV,S244)

1269 18.Juni Graf Heinrich von Vieringen beurkundet, dass Mechthild, Witwe des graeflichen Schultheissen Walther auf alle ihre Ansprueche an Guetern in Marbach zugunsten der Deutschordensbrueder in Althausen feierlich verzichtet hat.

Testes : Cunradus miles de Gruningen,Cunradus de Hegeheim, Hainricus minister de Suligen, Waltherus villicus de Suligen, Nuober et alii quam plures (WUB VIII,S.37)

1298 15.Juni Konrad von Schifferstadt Komthur und die Brueder von Althausen verkaufen an Heinrich Brucher ein Gut zu Mieterkingen als Leibgeding

gezuege: Ulrich der Nuber, Cunze Kroewel und andere erber lute gnuge (WUB XI,S.48)

14.Jahrhundert :Â

1308 Aell (Anna) Nuberin, Leibeigene zu Weingarten wird freigelassen

1322 Gesa Nueberin wird in Lindau genannt (H.St.Archiv Muenchen)

1327 her Nuober Priester und muinch ze Salem ,ist Zeuge (Heiligkreuztaler Urkundenbuch)

1363 Hans der Nuber genannt in Ravensburg (Stadt Ar. Ravensburg)

15.Jahrhundert :Â

1442 Nueber , Buerger zu Memmingen (Memminger Chronik)

1447 Item die Nubarin gibt 4 honr zins in Kimratshofen

1494 Hans Nuber, Heiligenpfleger in Hinznang (H.St.A.Muenchen)

Donaugruppen:

1423 Bäckermeister Conrad Nueber stiftete in Ingolstadt zu 12 Aposetlmessen (St.A.Ingolstadt)

1499 Bartolomae¤ Nuber zahlt Steuer in Ulm (St.A.Ulm)

16.Jahrhundert :

1516 wird Agathe Nueberin ,Teuschenberger Pfarr gennant

1584 taufen in Isny Melchior  Nuober und Ursula Fellinin Nachkommen : Insy 1.Generation

1593 der Nueber,  ein Zinsbauer zu Rungzhofen (alte allgäuer Geschlechter S 29)

1598 heiratet Simon Nuber in Kempten Maria Obermaier

1543 wandert Colastica Nueberin vonm Westerheim nach Augsburg (Rettenberger Urkunden)

1554 wird Helias Nubelin,Praedikant in Ulm erlaubt auswaerts zu wohnen

1589 David Nueber,Buerger und Goldschmied zu Augsburg (H.St.A München)

17.Jahrhundert :

Allgäu :

1611 heiratet Jakob Nuober v.Elmaning (Pf.A.Friesenhofen)

1626 heiratet Joerg Nuober in Friesenhofen

Hinzang :

1616 heiratet in Friesenhofen Georg Nuober von Hinznang

1622 heiratet in Friesenhofen Anna Nuoberin von Hinznang

Es gibt auch noch Aufzeichnungen aus Rungatshofen, Sirgenstein, Heimkirchen, Harratried, Westerheim und Erkheim.

Um nicht sämtliche Aufzeichnungen hier zu dokumentieren nenne ich nun nur noch die Orte in denen Aufzeichnungen Über Nufer /Nuber gefunden wurden sowie die Jahre aus denen die Aufzeichnungen stammen.

Achberger Gruppe :

Sibratsweiler (1666-1810); Essratsweiler (1662-1909); Dametsweiler (1667-1687); Moweiler (1673-1944); Pechtensweiler (1670-1914); Hergensweiler (1694-1733); Lindau (1635-1659)

Donaugruppen:

Ertingen (1674-1943) ;Ulm (1715-1843) ; Neuburg Donau (1685-1700) ;Augsburg (1616);Rülzheim Pfalz (1697-1710)

18.Jahrhundert :

Die Gruppen Insy und Friesenhofen scheinen abgewandert bzw. erloschen. DieAchberger Gruppe blueht mit den Stämmen Sibratsweiler, Essratsweiler, Pechtensweiler; Moweiler.

Allgäu : Aufzeichnungen aus :Ob.Reinau, Tannau, Tettnang, Brochenzell, Lindau, Ried, Niederstaufen, Haslach

Donaugruppen: Ertingen, Ulm, Ellenbrunn, Schrobenhausen, Haselbach, Ingolstadt,

Unterland : Schorndorf, München, Nuernberg, Maichingen I und II (Nuber und Nufer)


 

All diese Informationen sind aus dem Internet zusammengesammelt. Zum Teil wurden Sie durch andere ermittelt die sicher auch viel Arbeit damit gehabt haben. Da mir niemand davon namentlich bekannt ist, hier dennoch Dank an alle die hierzu beigetragen haben.



 

Anregungen und Infos an: nuber@nuber-online.de
 

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